Statik gegen Dynamik – Was ist besser?

statische Websites

Bei statischen Websites muss der ganze Code selbst geschrieben werden

Eine statische Website speichert eine Datei für jede Seite der Website. Der selbe Inhalt wird jedes Mal ausgegeben, wenn diese Seite angefordert wird. Dies bedeutet man muss für jede einzelne Unterseite das Design und den Inhalt schreiben.

Die Vorteile einer statischen Website bestehen darin, dass sie einfacher zu hosten sind. Die Server stellen nur statische Inhalte bereit und müssen keine serverseitigen Skripts ausführen. Dies erfordert weniger Serveradministration und dadurch ist die Chance das Sicherheitslücken entstehen kleiner. Ein weiterer Vorteil sind schnellere Ladezeiten und Serverhardware muss nicht so fortschrittlich und teuer sein, wie bei dynamischen Websites. Günstiges Web-Hosting ist mit der Zeit immer mehr erweitert wurden, um auch dynamische Funktionen anzubieten. Dadurch ist dieser Vorteil von statischen Websites immer weniger von Bedeutung. Virtuelle Server bieten hohe Leistung für kurze Intervalle bei geringen Kosten.
Fast alle Websites haben einige statische Inhalte. Unterstützende Elemente wie Bilder und Stylesheets sind immer statisch, selbst bei Websites mit hoch dynamischen Seiten.

dynamische Websites

Dynamische Websites werden im laufenden Prozess der Websiteerstellung generiert und verwenden serverseitige Technologie zum generieren von Webseiten. Üblicherweise extrahieren sie ihren Inhalt aus einer oder mehreren Datenbanken. Fähigkeiten, die für die Entwicklung dynamischer Webseiten benötigt werden, sind viel umfassender als für statische Seiten. Selbst mittelgroße dynamische Projekte sind somit fast immer eine Teamleistung.

Zuerst wurden dynamische Webseiten direkt mit Programmiersprachen wie Perl, PHP oder ASP geschrieben. Insbesondere PHP und ASP, verwenden einen „Vorlagen“-Ansatz, bei dem eine serverseitige Seite der Struktur der fertiggestellten clientseitigen Seite ähnelte und Daten an Stellen eingefügt wurden, die vordefiniert waren. Dies war ein schnelleres Mittel der Entwicklung als das Codieren in einer rein prozeduralen Codiersprache wie Perl.

Mit Hilfe eines CMS ist das erstellen von dynamischen Seiten einfacher

Beide Ansätze wurden nun für viele Websites durch anwendungsorientierte Tools auf höherer Ebene durch ein Content-Management-System (CMS), wie WordPress, ersetzt. Diese basieren auf allgemeinen Codierungsplattformen und gehen davon aus, dass eine Website existiert, die Inhalte nach einem von mehreren bekannten Modellen anbietet, wie z. B. einem zeitsequenziellen Blog, einer thematischen Zeitschrift oder Nachrichtenseite oder einem Benutzerforum. Diese Tools machen die Implementierung einer solchen Seite sehr einfach und zu einer rein organisatorischen und gestalterischen Aufgabe, ohne dass eine Codierung erforderlich ist.

 

Die Bearbeitung des Inhalts selbst (sowie der Vorlagenseite) kann sowohl über die Website selbst als auch mit Hilfe von Software von Drittanbietern, sogenannten Plug-Ins erfolgen. Die Möglichkeit, alle Seiten zu bearbeiten, wird nur einer bestimmten Kategorie von Benutzern (z. B. Administratoren oder registrierten Benutzern) zur Verfügung gestellt. In einigen Fällen dürfen anonyme Benutzer bestimmte Webinhalte bearbeiten, was weniger häufig ist (z. B. in Foren – Hinzufügen von Nachrichten). Ein Beispiel für eine Website mit einer anonymen Änderung ist Wikipedia.

Gegenüberstellung

Wenn statische Websites im Browser aufgerufen werden, dann wird die geschriebene HTML-Website direkt dargestellt. Hingegen bei dynamischen Websites existiert das Grundgerüst. Bei jeder Seite von einer Website, wird der geschriebene Inhalt vom Server geladen und für den Besucher der Website dargestellt.

Statische Websites lassen sich deutlich schwerer ändern, als dynamische Websites. Bei dynamischen Websites muss man nur die Änderung mit einem CMS vornehmen, ohne dabei direkt den HTML-Code der Website zu ändern. Mit Hilfe von Content-Management-Systemen ist es sehr einfach Websites zu erstellen. Hierbei sind nur einfache HTML-Grundkenntnisse notwendig. Mit Hilfe eines CMS ist bei einer Website Inhalt vom Design getrennt, was eine Änderung von dem einem unabhängig vom anderen möglich macht. Inhalte können einfach durch vorgefertigte Vorlagen eingefügt werden ohne das große Programmierungskenntnisse notwendig sind. Mit einem CMS muss nur noch das Design nach den Wünschen des Hosts der Website erstellt werden. Bei statischen Websites müssen Änderungen direkt am HTML-Code vorgenommen werden, was also fortgeschrittene Kenntnisse sowohl in HTML als auch in PHP notwendig macht.

Ein deutlicher Vorteil von statischen Websites gegenüber dynamischen Webseiten ist, dass ein Server keine technischen Anforderungen erfüllen muss und es wird auch keine Datenbank benötigt. Je nach Umfang der Website können bei dynamischen Websites, sowohl aktuelle Server-Standards mit einer deutlich höheren Server Leistung notwendig sein, als auch eine Datenbank notwendig sein. Dies führt letztlich zu höheren Betriebskosten, welche sich aber im Rahmen halten.

Fazit:

Letztlich ist die Wahl jedem selbst überlassen. Doch es gibt so gut wie keine Gründe mehr für eine statische Website. Die Erstellung und Bearbeitung einer dynamischen Website ist deutlich einfacher und man kann selbst entscheiden, wann, wie viele und ob man Unterseiten erstellt. Bei einer statischen Website muss jede Unterseite einzeln geschrieben werden und wird auch jeweils einzeln vom Server geladen. Bei dynamischen Websites ist das Grundgerüst immer das selbe und nur der Inhalt wird aus einer Datenbank geladen und dargestellt. Die Bearbeitung im Nachhinein ist somit einfacher.

 

Bei Fragen zu dem Thema wenden Sie sich an Ihren Webdesigner oder Ihre Werbeagentur.